Kurzandacht

Innenansicht

Vor einigen Jahren war ich beruflich in Wales, in der Kleinstadt St. Asaph. Dort gibt es die kleinste Kathedrale der Insel. Da ich abends Zeit hatte, beschloss ich diese zu besichtigen. Zunächst war ich vom Außenanblick enttäuscht, die Fenster waren schwarz. „Sicher wird gebaut, und sie haben von innen Bretter dagegen gestellt“, dachte ich. Ich musste den kleinen Eingang suchen, fand ihn schließlich und betrat das Gebäude.
Nun war ich reichlich überrascht. Die Fenster leuchteten in den prächtigsten Farben, die Stimmung des Raumes war großartig, da es sonst keine Lichtquelle gab. Da hatte ich wohl zu schnell geurteilt. Von außen sah es trostlos aus, aber im Inneren sah man die Pracht.
„Kommt und seht selbst!“, sagte Jesus einst zu zwei jungen Männern, die wissen wollten wie Jesus lebt und wie es in seiner Nähe ist (Joh. 1,39). Verlasst euch nicht auf den Eindruck von außen oder auf das Urteil anderer. Man muss schon ins Herz der Sache gehen, den Eingang suchen. Dem Suchenden verspricht Jesus das Finden, dem der wagt, den Blick wie die Dinge wirklich sind. Vielleicht sind Sie auch lange Zeit vorbeigegangen an seiner Gemeinde. Kommen Sie doch mal nach innen!

MG